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Der legendäre indische Herrscher Asoka ist das Thema dieses Bollywood-Films. Shah Rukh Khan und Kareena Kapoor, zwei bekannte Gesichter des indischen Kinos, spielen die Hauptrollen – was kann da schon schief gehen?
Ganz ehrlich? So ziemlich alles!
Trotz seiner 169 Minuten Länge braucht der Film Schrifttafeln und ergeht sich in abrupten Zeitsprüngen, die ganze Handlungssegmente ins Gegenteil verkehren. Selten weiss man trotz wirklich einfachster Handlung, an welchem Punkt die Geschichte eigentlich ist. Erzählt wird Asokas Kampf um die Macht und seine Eroberungszüge – in Wirklichkeit steht aber die Liebesgeschichte zwischen ihm und seiner verloren geglaubten Prinzessin im Mittelpunkt.
Äußerst bunt fotografiert sind die Bilder durchaus schön anzusehen, obwohl hier vieles vor Kitsch geradezu trieft und ein dunkles Augen-Make-Up bei einem blutigen Kriegerkönig ziemlich deplatziert wirkt. Die obligatorischen Tanzszenen sind dabei die Höhepunkte, wenngleich einige davon äußerst sinnfrei in den Film integriert sind.
Sieht man davon ab, bleiben Logik- und Erzähllöcher ohne Ende übrig. Gerade in Anbetracht der Laufzeit könnten die Figuren etwas besser entwickelt sein und auch die ständigen Sprünge müssten derart nicht auftreten. Vielleicht denke ich hier auch zu westlich, aber ein Mitfühlen ist hier kaum möglich. Überlagert von der Liebesstory ist hier Platz für wenig anderes, Asokas Wandlungen sind so nur mit viel Wohlwollen nachvollziehbar.
Besonders schlecht punktet der Film auch bei der Action, die mit einer Mischung aus lächerlich und gänzlich unspektakulär herbei kommt. Den Rest tut ein Schnitt, der seinem Namen alle Ehre macht und tatsächlich alles wahllos und geradezu amateurhaft zusammenschnippelt. Die Einzelkämpfe gehören zu dem schlimmsten, was der Markt zu bieten hat und eher in die Kategorie ´getanzte Kämpfe´ als ernst zunehmende Action. Das kann man zwar machen, passt aber nicht zum Gesamtprodukt und dem, was die Macher anstreben, damit der Kriegerfürst sich zu einem geläuterten Herrscher wandelt.
Am Ende gibt´s noch eine Extradosis Pathetik, wenn in der Schlussschlacht nach dem Tod eines kleinen Jungen die Pazifismusglocken auf dem Schlachtfeld klingen.
“Asoka“ ist eine der teureren indischen Filme, wird aber aufgrund der etwas härteren Gangart aufgrund von Schlachten und Kämpfen das typische Bollywood-Publikum eventuell nicht in allen Punkten erreichen.
Wer kein Fan davon ist, der wird es durch diesen Film sicherlich auch nicht werden.
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